Im Wasser - Schwimmbad  

Für die ersten Tauchversuche ist das nahe gelegene Schwimmbad der beste Ort um sich Grundkenntnisse anzueignen. Doch bevor man mit Flossen bewaffnet ins Wasser stürmt, sollten die Bademeister informiert werden. Nichts ist ärgerlicher, als schon nach wenigen Minuten des Bades verwiesen zu werden, da es in den meisten Bädern verboten ist mit Flossen zu tauchen. Doch ein freundliches Gespräch im voraus wirkt da oft Wunder. Rücksicht ist angesagt.

Ich bevorzugte es mich vor meinen Tauchübungen ca. 20 min locker ein- zuschwimmen. Dadurch wird die Muskulatur warm, die Durchblutung angeregt und nicht zuletzt lässt sich das oft kalte Wasser dann später leichter ertragen.
Streckentauchen ist zwar mit einem Tieftauchgang im Meer oder See nicht zu vergleichen, aber wir können den Bewegungsablauf und Flossen-schlag auch in der Horizontalen üben. Ich wähle eine Distanz die für meinen Trainingszustand leicht zu bewältigen ist, und beginne diese Strecke mehrmals zu tauchen. Wichtig dabei ist das Gefühl, am Ende des Tauchgangs noch einige Meter mehr schaffen zu können.

Atmung und Vorbereitung sollen zwischen den Tauchgängen immer gleich bleiben, auch wenn man sich mit der gewählten Distanz nach einigen Versuchen bereits unterfordert fühlt. Wichtig ist es nun, während der Tauchgänge den möglichst kräftesparendsten Bewegungsablauf zu erarbeiten. Bevor man versucht, nun nach einigen Trainingseinheiten die Distanz zu verlängern, ist es besser auf halber Strecke eine kurze Pause von einigen Sekunden einzulegen, um die Schwierigkeit zu steigern. Diese Pausen werden in den kommenden Trainingseinheiten immer länger und dienen der mentalen Stärkung.

Ob man nun die Arme nach vorne streckt ,um einen günstigeren Wasser-widerstand zu erreichen, oder sie einfach am Körper anlegt, spielt bei einem langsamen Schwimmstiel keine Rolle. Während des Tauchens den Kopf nicht nach vorne strecken, um das Ziel zu erkennen. Das wirkt sich sehr wohl negativ auf den Wasserwiderstand aus. Der Blick ist ganz entspannt in 90° Richtung zum Körper ausgerichtet, an den in Schwimm-bädern durch farbige Kacheln markierten Bahnen kann man sich bestens orientieren.
Nicht das ständige Herantasten an die eigenen Grenzen steht im Mittel-punkt, sondern die spielerische Anpassung an eine neue Umgebung.