Ich stelle hier vier der für mich bedeutensten Freitauch - Disziplinen vor. Vorab möchte ich aber darauf hinweisen, dass alle Tauch - Aktivitäten im Wasser nur unter der Aufsicht eines kompetenten Sicherungspartners durchgeführt werden dürfen. Mehr dazu auf der Seite Risiko.
     
     
Konstantes Gewicht

Der Taucher muß mit eigener Kraft hinabtauchen. Gewichte die den Ab-stieg erleichtern, und in der Tiefe zurückbleiben sind nicht erlaubt. Das Eigengewicht darf nicht verändert werden und bleibt während des Tauch-gangs konstant. Als Führung dient ein Seil, daran ist in der angestrebten Tiefe eine Plakette angebracht, die der Taucher als Beweis der erreichten Tiefe mit nach oben bringen muß.

Das Seil darf nicht berührt werden. Zieht sich der Taucher daran hinab, oder auf dem Rückweg wieder hoch, wird er disqualifiziert. Lediglich zum Stoppen in der maximalen Tiefe, um die Plakette zu nehmen, ist es er-laubt an das Seil zu greifen. Bei Wettbewerben wird diese Disziplin meist in Kombination mit Statik ausgetragen.

   
Variables Gewicht    

Der Taucher darf ein zusätzliches Gewicht von max. 35 kg für den Ab-stieg verwenden. Das Gewicht in Form eines Tauchschlittens bringt ihn ohne große Kraftanstrengung an das Ziel, und bleibt dort zurück. Der Rückweg zur Oberfläche muß aus eigener Kraft bewältigt werden. Es ist erlaubt, sich mit den Armen am Seil zu ziehen, oder mit Hilfe der Flossen hoch zu schwimmen. Variabel verlangt vom Atlethen viel Erfahrung. Dem fast mühelosen Abstieg folgt der kräftezehrende Rückweg.

Tauchen mit variablem Gewicht ist keine Wettkampf-Disziplin, es werden aber Rekordlisten geführt.

       
No Limit    

Bei No Limits, wie der Name schon sagt, gibt es keine Beschränkungen. Das Gewicht des Tauchschlittens, der den Taucher hinabzieht, darf frei gewählt werden. Für den Rückweg ist es erlaubt, in der maximalen Tiefe einen Hebesack zu füllen, der den Taucher zurück an die Oberfläche bringt. Körperliche Kraftanstrengung fällt nahezu weg, die Tauchtiefen werden von der Fähigkeit, den Wasserdruck auszugleichen limitiert. Es ist, wegen der enormen Tiefen die so erreicht werden, die wohl spektaku-lärste und bekannteste Art des Freitauchens.

Der Aufwand solche Ver-suche zu organisieren ist beträchtlich, und das Risiko eines Unfalls weit höher als bei den anderen Disziplinen. Es gibt keine Wettkämpfe oder Meisterschaften, es werden aber Rekordlisten geführt. Weder Ärzte noch Wissenschaftler können sich die derzeitigen Rekordmarken erlären, da der menschliche Körper derartige Druckbelast-ungen eigentlich nicht kompensieren kann.

       
Zeittauchen - Statik    

Statik oder Zeittauchen ist ein Pool-Wettbewerb. Es wird die maximale Tauchzeit ermittelt, die man mit einem Atemzug unter Wasser bleiben kann. Dabei ist es nicht erforderlich vollständig abzutauchen. Auf der Oberfläche liegend, mit dem Gesicht im Wasser ist die bevorzugte Hal-tung.

Mit einem Sicherungs - Helfer werden abgesprochene Zeichen ausge-tauscht, um eine plötzliche Ohnmacht, wegen Sauerstoffmangels sofort erkennen zu können. Die zu erwartende Tauchzeit muß vorher angesagt werden. Das erste Zeichen des Sicherungs - Helfers erfolgt spätestens zwei Minuten vor Ablauf der angegebenen Zeit.

       
Streckentauchen - Dynamik    

Dynamik oder Streckentauchen ist wie Statik eine Pool - Disziplin. Der Taucher versucht mit einem Atemzug eine möglichst große Distanz in der Horizontalen zurückzulegen. Die Tiefe spielt keine Rolle und richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Es gibt die Version mit und ohne Flossen, zwischen 25 m, 50m und 100m Becken wird nicht unterschie-den.

Wenn in den Wintermonaten das Tieftauchtraining in den Freigewässern nicht möglich ist, ist das Streckentauchen eine hervorragende Übung um die Beinmuskulatur für die kommende Tieftauchsaison vorzubereiten. Wettbewerbe finden oft in der Kombination mit Statik statt. Spezialisten erreichen beachtliche Distanzen und verwenden in der Regel die Mono-flosse.